Neue Kooperationen
für leistbare und offene Räume

in Friedrichshain-Kreuzberg

Akteur

Bündnis SEZ-QUARTIER neu denken

Initiativgruppe aus Fachleuten aus Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung, Denkmalschutz, Ingenieurwesen, Kunst- und Kulturproduktion und aus den Bürgerinitiativen „SEZ für alle!“ und „Gemeinwohl in Bürger*innenhand

Dringlichkeit, einen Kompromiss zu finden, sonst droht Abriss.

> Mehr zum Workshop

Dieses Bündnis hat sich im Februar 2026 zu einem Zeitpunkt kurzfristig zusammengefunden, an dem der Abriss des ehemaligen Sport- und Erholungszentrum SEZ an der Ecke Landsberger Allee und Danziger Straße für unmittelbar bevorstand. Die Hausführung des Senats für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen hat das landeseigene Wohnungsbauunternehmen WBM angewiesen, mit dem Abriss der funktional intakten Großstruktur zu beginnen – eine letzte Genehmigung stand Anfang März noch aus. Der Abriss ist inzwischen durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gestoppt worden. Trotzdem handelt das Bündnis in höchster Not und Sorge.

Das Bündnis hat sich zum ersten Ziel gesetzt, im AGH-Ausschuss Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am 2.3.2026 einen alternativen städtebaulichen Ansatz zu präsentieren, der exemplarisch zeigen sollte, dass Wohnungsbau und SEZ-Erhalt zusammen funktioniert.

Am SEZ sind bessere Lösungen möglich und geboten!

> Pressemitteilung zum Konzept

Die Beteiligten im Bündnis haben in einem intensiven Workshop in kooperativer Zusammenarbeit sehr schnell ein Konzept entwickelt, das den geforderten Wohnungsbau ohne Abriss des SEZ umsetzen kann und dabei eine überzeugende städtebauliche Figur finden, die viele objektive Vorteile hat, gegenüber der bisher angestrebten Lösung:

Das Bündnis versteht das vorgelegte Konzept ausdrücklich als Arbeitsmodell und Angebot an Politik und Verwaltung, denn das Bündnis maßt sich nicht an, in kürzester Zeit, den idealen Entwurf produziert zu haben. Dennoch zeigt der Vorschlag, dass gemeinsam eine tragfähige Lösung als Alternative zum derzeit vorgesehenen Abriss entwickelt werden kann.

Der Vorschlag zeigt exemplarisch eine Lösung:

  • Über 500 Wohnungen in vertikaler Nach­ver­dich­tung,
  • wirtschaft­liche Vor­teile durch Be­stands­integra­tion,
  • ressourcenschonende Bauweise,
  • eine klare städte­bau­liche und land­schafts­pla­nerische Figur,
  • hohe gesell­schaft­liche Anschluss­fähig­keit.

Forderung des Bündnisses

  • Sofort: Abrissmoratorium für den SEZ-Bestand.
  • Kurzfristig: Städtebauliche Untersuchung als Machbarkeitsstudie, die den Erhalt des SEZ ermöglicht.
  • Mittelfristig: Entwicklung des Quartiers mittels eines lernenden städtebaulichen Verfahrens.
  • Langfristig: Bau und Betrieb eines sozialen Quartiers mit nutzungstransformiertem SEZ.

Der Bedeutung des Standorts und des Bestands wäre angemessen, wenn Senatsverwaltung und WBM als ausführende Einheit, ein zweistufiges lernendes Entwicklungsverfahren umsetzen würden, in das über kooperative Elemente auch die Expertise aus dem Bündniss integriert werden könnte. Beispielhafte Verfahren hierfür wurden z.B. beim Haus der Statistik und am Block 616 durchlaufen, wodurch sehr gute Ergebnisse erzielt wurden.

Beteiligte im Bündnis

Christina Albrecht, Architektin, Stadtplanung Neukölln
Ellena Ballendat, Architekturstudentin
Anja Bierau

Dipl.-Ing. Benita Braun-Feldweg, Architektin M.Arch, BDA, bfstudio-architekten / Metropolenhaus / feldfünf, Berlin
Dipl.-Ing. Sandra Erdmann, Architektur (Bauen im Bestand)
Prof. Andreas Garkisch, 03 Arch.de, Architekt, München
Sebastian Golbik, Lokführer bei der S-Bahn Berlin und Teil der Initiative ›SEZ für alle!‹
Rafael González, Architekturabsolvent
M.Sc. Ilhan Güngör, Energieeffizienz-Experte für die Förderprogramme des Bundes & Objektüberwacher für energetische Sanierungen
Gast-Prof. Dipl.-Ing. Susanne Heiß, Architektin bei ifau Architekten + Gast Professorin am Zukunftslabor Wohnen an der Universität Kassel
Dipl.-Des. Magnus Hengge, Organisationsentwicklung und Öffentlichkeitsarbeit, studio adhoc GmbH
Carsten Joost, Architekt, Planungsagentur Berlin, Initiative ›SEZ für alle!‹

Dipl.-Ing. Theresa Keilhacker, Architektin, Bündnis Klimastadt Berlin 2030

Florian Köhl, Architekt und Stadtentwickler (fatkoehl architekten&Quest)
Dipl-Ing. Thomas M. Krüger, Architekt BDA, ehem. Lehrer an der TU, Autor und Baukulturvermittler, Teilhaber von TICKET B GmbH – Architektur erleben
Dipl.-Ing. für Bauwesen Annett Lange, Gründungsmitglied der Initiative „SEZ für alle!“
Dipl.-Des. Frank Lange, Gründungsmitglied der Initiative ›SEZ für alle!‹
Katrin Lompscher, Stadtplanerin und Senatorin aD.
Susanne Lorenz, Diplom-Psychologin
Elke Michalsky, Softwareentwicklerin
Pedro Moreira, Architekt, Bauhistoriker und Denkmalpfleger, Partner in Nedelykov Moreira Architekten
Dipl.-Ing. Gisela Otto, Architektin für Hochbau (Neubau und Sanierung)
Dipl.-Ing. Günter Reiss, Architekt, seit 1981 freischaffend. 1977-1981 Entwurfs- und Projektbearbeitung FSB/SEZ bei HOCHTIEF AG Berlin
Prof. Ariane Röntz, Landschaftsarchitektin
Harry Sachs, Kunst- und Kulturschaffender
Sabine Scheffer, Kunstwissenschaftlerin und Diplomjournalistin und Anwohnerin des SEZ

Florian Schmidt, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Kooperative Stadtentwicklung Friedrichshain-Kreuzberg
Holger Trabant

Dr. Volkmar Vogel, Mathematiker, Aktivist in der Bürgerinitiative ›SEZ für alle!‹
Beitritt zum Bündnis

Das Bündnis freut sich über weitere Unterstützung, insbesondere durch Fachleute mit ergänzender Expertise (z.B. Immobilienwirtschaft, Schadstoffsanierung, Sportnutzungen, Betriebskonzeption), die sich auch inhaltlich einbringen möchten.

Bitte richten Sie Ihre Anfrage an SEZ-Quartier@baustelle-gemeinwohl.de

Organisation

Das Projektbündnis und seine Outputs werden durch das LokalBau-Team organisiert, über die Baustelle Gemeinwohl Plattform gehosted und damit vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt.

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Baustadtrat Florian SchmidtFoto: Karen Kittelmann