Der interdisziplinäre Fachworkshop am 20. Februar 2026 ist zu einem klaren Ergebnis gekommen. In intensiver modellbasierter Arbeit wurde ein tragfähiger Konsens formuliert: Das Konzept wird schnellstmöglich von einer kleinen Redaktions-AG…
Die Zukunft des SEZ-Areals ist derzeit Gegenstand intensiver fachlicher und politischer Diskussionen.
Der rechtskräftige Bebauungsplan 2–43 sieht die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers mit rund 500 Wohnungen und Schulbau vor. Das laufende Verfahren, das von SenStadt gesteuert und von der WBM ausgeführt wird, führt derzeit auf den vollständigen Abriss des Bestands zu.
Der Impuls für die erneute fachliche Befassung ging von verschiedenen Akteur:innen aus Architektur, Stadtplanung, Wissenschaft und engagierter Zivilgesellschaft aus, die Zweifel an einem vollständigen Abriss äußern und zugleich die Wohnungsbauziele ausdrücklich unterstützen. Aus dieser Konstellation entsteht ein Zusammenschluss, der einen integrierten Kompromissansatz vertritt: Wohnungsbau sichern, Bestand transformieren, Konfliktlagen reduzieren.
Ziel des Workshops
Der Workshop verfolgt das Ziel, ein Konzept zu formulieren, welches aufzeigt, dass sich die Ziele Wohnungsbau und Bestandserhalt nicht ausschließen und in Kombination wirtschaftlich funktionieren können.
Es geht darum, in einer ergänzenden fachlichen Befassung eine Lösung anzubieten, die städtebaulich und ökonomisch überzeugt.
Dieser Kompromissvorschlag soll im AGH-Ausschuss Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am 2.3.2026 bei der Befassung mit dem Thema eingebracht werden, um die Voraussetzungen für ein Abrissmoratorium und eine Machbarkeitsstudie zu schaffen.
Arbeitsweise
Der Workshop arbeitet modellbasiert und interdisziplinär.
Wir betrachten und diskutieren bestehende Entwürfe und Varianten, die eine Vereinbarkeit prüfen.
Städtebauliche Varianten werden direkt am Funktionsmodell überprüft.
Parallel werden Nutzungscluster, Transformationsstrategien (u. a. Gebäude-Typ E) und wirtschaftliche Annahmen diskutiert.
Ziel ist es, in der Sitzung einen tragfähigen Konsens zu formulieren.
Das LokalBau-Team begleitet den Prozess ums SEZ seit Jahren im Rahmen der „Baustelle Gemeinwohl Plattform“ und wurde vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg gebeten, kurzfristig die fachliche Organisation des Workshops zu übernehmen. Als unabhängiger Dienstleister mit Erfahrung in kooperativen Stadtentwicklungsprozessen übernimmt studio adhoc in Ausführung der LokalBau-Strategie die Moderation, Dokumentation und Visualisierung der Ergebnisse.
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