Do., 8. Oktober 2026 , 16:00 – 19:00
Das Bündnis SEZ-Quartier neu denken hat die Debatte über die Zukunft des SEZ mit einem eigenen städtebaulichen Konzeptvorschlag entscheidend vorangebracht. Der Vorschlag hat anschaulich gezeigt, dass sich der Erhalt des Bestands mit Wohnungsneubau und einer Aufwertung des gesamten Quartiers verbinden lässt.
Diese Strategie wollen wir nun auf den nächsten Schritt übertragen: Wir wollen der Politik – insbesondere den Parteien, die demnächst einen Koalitionsvertrag aushandeln – einen konkreten Vorschlag präsentieren, wie das Verfahren zur Entwicklung des SEZ-Quartiers jetzt gestaltet werden sollte.
Vom städtebaulichen Vorschlag zum Verfahrensvorschlag
Durch die Berlin-Wahl 2026 haben sich die politischen Mehrheiten deutlich verändert. Die Parteien, die nun über die Bildung einer neuen Regierung verhandeln, haben sich im Wahlkampf dafür ausgesprochen, das Entwicklungsverfahren für das SEZ-Quartier neu aufzusetzen und den Erhalt des Bestands als gleichwertiges Entwicklungsszenario zu prüfen. Vertreter*innen dieser Parteien haben bereits deutlich gemacht, dass die Zukunft des SEZ auch Gegenstand eines möglichen Koalitionsvertrags werden muss.
Damit aus dieser politischen Absicht ein umsetzbares Projekt wird, braucht es einen konkreten Verfahrensvorschlag: Wie kann die Entwicklung politisch beschlossen, institutionell getragen und zügig begonnen werden? Und wie können Wohnungsbau, Bestandstransformation, Park und öffentliche Infrastruktur gemeinsam geplant werden, ohne sich gegenseitig zu blockieren?
Was wir im Workshop erarbeiten wollen
In einem gemeinsamen Workshop wollen wir die Grundstruktur eines projektbezogenen Entwicklungsverfahrens entwerfen. Es soll die unterschiedlichen Aufgaben, Akteure und Entscheidungsschritte miteinander verbinden und anschließend als politisch anschlussfähiger Vorschlag ausgearbeitet werden.
Dabei soll es nicht darum gehen, bereits fertige Verfahrensbausteine zu bestätigen. Gemeinsam wollen wir herausarbeiten, wie die Entwicklung des gesamten Quartiers organisiert werden kann, welche Strukturen dafür notwendig sind und wie bislang fehlende Partner im Verlauf des Prozesses hinzukommen können.
Eine besondere Rolle spielt die Frage, wie die Transformation des SEZ frühzeitig beginnen kann. Pionier- und Zwischennutzungen, erfahrene Nutzungsakteure und der schrittweise Aufbau einer geeigneten Trägerschaft sollen deshalb von Anfang an mitgedacht werden.
Unser Bündnismitglied Theresa Keilhacker wird dankenswerterweise die Räume ihres Büros dafür zur Verfügung stellen.

Wir treffen uns am:
Donnerstag, 8. Oktober 2026,
im Büro Kazanski, Keilhacker (Urban Design, Architektur) Co-Working Plattform, in der Nazarethkirchstr. 39, 13347 Berlin-Wedding.
Mitwirkung und Erweiterung des Bündnisses
Der Workshop richtet sich an Menschen und Organisationen, die konkrete Erfahrung und fachliche Kompetenz in den Bereichen Verfahrensgestaltung, Planung, Sport, Pionier- und Zwischennutzung, gemeinwohlorientierte Projektentwicklung, Trägerschaft oder Finanzierung einbringen können.
Einzelne Expert*innen sprechen wir gezielt an. Darüber hinaus sind wir offen für weitere Interessierte, die sich mit ihrer fachlichen oder praktischen Erfahrung in die Erarbeitung des Verfahrensvorschlags und gegebenenfalls auch längerfristig in das Bündnis einbringen möchten.
Da es sich um ein konzentriertes Arbeitsformat handelt, bitten wir um vorherige Anmeldung:
Anmeldung zum SEZ-Workshop Verfahrensgestaltung
Die Wokshop-Vorbereitung läuft wie die Bündnisorganisation über Magnus Hengge (LokalBau-Team/Baustelle Gemeinwohl Plattform). Kontakt über SEZ-Quartier@baustelle-gemeinwohl.de



