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Kooperative Stadtentwicklung als Zukunftsaufgabe

Viele Probleme in der Stadt bleiben auch in Zukunft groß.
Dazu gehören:

  • zu wenig bezahlbarer Wohnraum,
  • die Klimakrise,
  • soziale Ungleichheit,
  • weniger Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Um diese Probleme anzugehen, wurden übergeordnete politische Ideen formuliert. Solche Ziele stehen in internationalen und Berliner Leitbildern.

Aber gute Ziele allein reichen nicht. Sie müssen in der Stadt praktisch umgesetzt werden. Dafür braucht es eine stabile Zusammenarbeit. Verwaltung, Politik, Stadtgesellschaft, Wohnungswirtschaft und weitere Akteure müssen gemeinsam handeln.

Auch betroffene Menschen, lokale Initiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen aktiv mitwirken können.

Politische Leitbilder

  • Die UN-Nachhaltigkeitsziele fordern nachhaltige Städte und Gemeinden.
  • Die Leipzig-Charta beschreibt die Stadt als Ort des Gemeinwohls.
  • Die Berliner Leitlinien für Beteiligung sagen: Menschen sollen frühzeitig, transparent und wirksam beteiligt werden.
  • Der Neue Munizipalismus setzt auf mehr Demokratie und mehr Handlungsfähigkeit auf kommunaler Ebene.
  • Die Koproduktion öffentlicher Leistungen beschreibt: Politik und Verwaltung arbeiten mit zivilgesellschaftlichen Partner*innen zusammen, um öffentliche Aufgaben besser zu erfüllen.

Lokale Praxis in Friedrichshain-Kreuzberg

Die Ausstellung zeigt:

In Friedrichshain-Kreuzberg wurden viele dieser Ansprüche praktisch ausprobiert. Dabei wirkten viele Akteure zusammen. Initiativen brachten Engagement, Wissen und Forderungen ein. Das Bezirksamt baute neue kooperative Strukturen auf. Gemeinsam wurden konkrete Stadtentwicklungsprojekte bearbeitet. So entstand eine eigene Praxis der kooperativen Stadtentwicklung.

Diese Praxis ist kein fertiges Modell. Sie ist ein lernender Prozess. In konkreten Projekten wird Zusammenarbeit erprobt und weiterentwickelt. Dabei treffen unterschiedliche Erfahrungen aufeinander. Neue Fragen werden sichtbar. Gemeinsame Lösungen können entstehen.

Auch Schwierigkeiten und gescheiterte Vorhaben sind wichtig.
Sie zeigen, wo Regeln, Zuständigkeiten oder politische Rahmenbedingungen verändert werden müssen.

Zukunftsaufgabe

Kooperative Stadtentwicklung soll weiterentwickelt werden. Die Erfahrungen aus Friedrichshain-Kreuzberg können auch für andere Orte in Berlin wichtig sein.

Die Aufgabe der kommenden Jahre ist: Diese Praxis sichern. Kooperative Strukturen weiterentwickeln. Politische Rahmenbedingungen stärker auf Kooperation, Gemeinwohl und gemeinsame Handlungsfähigkeit ausrichten.

Unser Berlin der Zukunft

Ziel ist eine lebenswerte Stadt der Vielen.

Dazu gehören:

  • dauerhaft bezahlbare Räume,
  • zugängliche soziale Infrastruktur,
  • demokratische Teilhabe,
  • zivilgesellschaftliche Organisierung,
  • eine klimagerechte Erneuerung bestehender Gebäude und Quartiere.